Medienmitteilung

Profitmaximierung auf dem Buckel der Arbeitnehmenden

Am 25. November 2025 hat das Pharmaunternehmen Novartis überraschend bekannt gegeben, dass es in seinem Werk im Aargauischen Stein bis Ende 2027 550 Stellen abbauen will. ArbeitAargau lehnt diesen massiven Stellenabbau als unverhältnismässig ab und warnt vor den Konsequenzen für die Arbeitnehmenden und den Kanton Aargau.

Die Ankündigung des Stellenabbaus durch Novartis konnte nicht vorausgesehen werden, sie überrascht insbesondere im Hinblick auf die gute wirtschaftliche Lage des Pharmaunternehmens. Umsatz, Gewinn und Aktienkurs entwickeln sich positiv, gleichzeitig kündigte Novartis einen Ausbau der Produktionskapazitäten in den USA an. Die Folge: eine stossende Massenentlassung im Werk in Stein.

ArbeitAargau fordert von Novartis, die angekündigte Massenentlassung zurückzunehmen. Statt für die reine Gewinnmaximierung oder zur Sicherung der USA-Geschäfte Stellen zu streichen, sollte Novartis in den Werksstandort Stein und die dortigen Beschäftigten investieren und zu Arbeitsplatzerhalt, Nachhaltigkeit und sozialer Sicherheit beitragen.

Würde es zu Entlassungen kommen, wären die Konsequenzen massiv. Ein alternativloser Abbau von 550 Stellen würde nicht nur die betroffenen Arbeitnehmenden und deren Familien hart treffen, sie würden auch den Industriestandort Schweiz schwächen und den Kanton Aargau vor grosse Herausforderungen stellen. Sollte Novartis trotzdem an Stellenstreichungen festhalten wollen, ist es die gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers, im Rahmen des Konsultationsverfahrens sozialverträglichere Alternativen anzudenken. In diese Ausarbeitung möglicher Alternativen sind die Arbeitnehmenden zwingend miteinzubeziehen.

 

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